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Synclaro · Webinar · 29. April 2026

IHK-Webinar: Prompting in der Praxis, von der Idee zum verlässlichen Ergebnis

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Prompting in der Praxis: Von der Idee zum verlässlichen Ergebnis · 71 Minuten · auf YouTube ansehen ↗
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Am 29. April 2026 hat Marco Heer, Gründer von SYNCLARO, in der Webinarreihe „KI verstehen und nutzen“ der Bayerischen IHKs das Webinar „Prompting in der Praxis: Von der Idee zum verlässlichen Ergebnis“ gehalten. Gastgeber war die IHK für München und Oberbayern. Die Reihe ist Teil des Digitalimpulses mit dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales. Auf dieser Seite findest du die Aufzeichnung, die wichtigsten Aussagen und Marcos Antworten auf die Fragen der Teilnehmer.

Die Zusammenfassung gibt Marcos Aussagen vom 29. April 2026 wieder. Einschätzungen zu Produkten, Funktionen und Preisen beziehen sich auf das damalige Webinar. Für einen heutigen Einsatz sind der aktuelle Dienst und die konkreten Datenschutzbedingungen zu prüfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein guter Prompt hat eine feste Struktur. Zuerst die Rolle, dann die Aufgabe, dann der Kontext. Bei Aufgaben, die gut werden sollen, gilt: mehr ist mehr.
  • Faustregel: 50 Prozent Prompt, 50 Prozent Kontext. Gib der KI mindestens so viel Hintergrund, wie du Anweisung schreibst.
  • Kontext ist wichtiger als der Prompt. Prompting ist nur ein kleiner Teil des Ganzen. Den Unterschied macht Context Engineering: Die KI weiß, wer du bist, worum es geht und warum.
  • KI mit Werkzeugen kann bauen, nicht nur antworten. In der Live-Demo programmierte ein KI-Agent während des Webinars ein Company GPT, also einen firmeneigenen Wissensassistenten.

Was ist Prompting und warum reicht es nicht mehr?

Prompting heißt: der KI klar sagen, was du willst. Das bleibt wichtig. Seit 2025 entscheidet aber vor allem, welches Wissen und welche Werkzeuge die KI dabei hat.

ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini oder Grok sind Sprachmodelle: Text rein, Text raus. Das ist nach Marco Heers Worten der Stand von 2024. Die Modelle sind seitdem schlauer und schneller geworden. Der große Sprung kam aber durch Werkzeuge. Eine KI mit Werkzeugen kann recherchieren, Dateien lesen, Bilder erzeugen oder Programme schreiben. ChatGPT bringt einige solcher Werkzeuge mit. KI-Agenten wie Claude Code können auf sehr viel mehr zugreifen.

Sein Vergleich: KI ohne Kontext ist wie ein sehr kluger Fremder auf dem Bürgersteig. Er weiß viel über die Welt, aber nichts über dich, deinen Betrieb und deine Lage. Darum sind die Antworten oft allgemein.

So baust du einen guten Prompt

Marco Heer empfiehlt eine einfache Struktur, die für fast jede größere Aufgabe passt.

  1. Rolle: Sag der KI, wer sie sein soll. Zum Beispiel „Du bist Ghostwriter für unsere Marketingabteilung“ oder „Du bist Programmierer und hilfst uns, die Buchhaltung zu automatisieren“.
  2. Aufgabe: Beschreibe genau, was du willst und wie du es dir vorstellst. Je genauer, desto besser. Anders als Menschen verliert die KI bei langen Anweisungen nicht die Aufmerksamkeit.
  3. Kontext: Erkläre die Umstände. Wer seid ihr als Firma? Wer ist der Kunde? Warum gibt es diese Aufgabe? Was soll danach besser sein?

Für eine kurze E-Mail muss das nicht perfekt sein. Für Aufgaben, die wirklich gut werden sollen, lohnt es sich. Marcos Faustregel: 50 Prozent Prompt, 50 Prozent Kontext. Wer eine wichtige Kundenmail schreiben lässt, gibt dazu den bisherigen Mailverlauf und die Vorgeschichte mit. Sein praktischer Tipp: Prompts diktieren statt tippen. Das geht deutlich schneller.

Context Engineering: der große Bruder des Prompts

Context Engineering heißt, der KI dauerhaft das Wissen zu geben, das ein gut eingearbeiteter Mitarbeiter hätte.

Marco Heer vergleicht die KI mit einem Mitarbeiter. Am ersten Arbeitstag erklärst du mehr und erwartest weniger. Nach fünf Jahren sagst du „Prüf mal kurz die Marketing-Automatisierung“, und er weiß, wo sie liegt, wer sie gebaut hat und wo die Dokumentation steht. Genau dieses Wissen fehlt der KI meist.

Bei SYNCLARO ist das gelöst wie ein zweites Gehirn: Gescannte Belege, eingehende E-Mails und Gesprächsmitschnitte landen automatisch in einem Dokumentenmanagement. Bevor Marco mit der KI ein Strategiegespräch führt wie mit einem Mitgründer, holt sie sich daraus den aktuellen Stand, etwa zu Finanzen, offenen Forderungen und laufenden Projekten. Diese Abläufe hat nach seinen Worten die KI selbst programmiert, obwohl er nie eine Zeile Code geschrieben hat.

Die Live-Demo: Ein Company GPT entsteht im Webinar

Während des Webinars baute ein KI-Agent nach einem einzigen, gut vorbereiteten Prompt einen firmeneigenen Wissensassistenten für einen erfundenen Holzbaubetrieb.

Ein Company GPT ist ein Assistent wie ChatGPT, der mit freigegebenem Wissen einer bestimmten Firma arbeitet. Datenschutz hängt von der konkreten Umsetzung, den Verträgen und den Zugriffsrechten ab. Ein Mitarbeiter auf der Baustelle kann zum Beispiel fragen, welche Schrauben beim letzten Auftrag verbaut wurden. Solche Lösungen kosten beim Kauf nach Marcos Einschätzung oft einen fünfstelligen Betrag oder mehr.

Der Ablauf der Demo:

  • Marco gab Claude Code zu Beginn einen langen, vorher diktierten Prompt. Darin stand, was gebaut werden soll und für wen.
  • Weil echte Firmendaten im Webinar tabu sind, ließ der Agent Beispielmaterial für die erfundene Firma entstehen: Leistungsverzeichnisse, Eingangs- und Ausgangsbelege, Mahnwesen, E-Mails und 25 Besprechungsprotokolle.
  • Nach rund 30 Minuten war die Anwendung fertig. Auf die Frage, was bei Aufstockungen im Bestand zu Statiknachweis und Brandschutz steht, durchsuchte sie die Wissensbasis und fand fünf passende Textstellen in vier Dokumenten.
  • Die erste Antwort kam mit spürbarer Verzögerung. Marco ließ die KI das direkt nachbessern, so wie man es einem Softwareentwickler sagen würde. Auch das gehört zur Arbeit mit KI.

Marco warnte im Webinar davor, ein ungeprüft eingerichtetes Claude Code mit personenbezogenen Firmendaten zu verwenden. Für die Demo nutzte er deshalb erfundene Daten. Ob ein Einsatz datenschutzgerecht ist, hängt unter anderem vom Konto, den Verträgen, den Datenarten, den Zugriffsrechten und dem Verarbeitungsweg ab. Für erste Versuche eignen sich öffentliche oder erfundene Daten.

Fragen der Teilnehmer und Marcos Antworten

Reicht Microsoft Copilot, wenn wir nur in der Microsoft-Welt arbeiten?

Marco schätzte Copilot im Webinar vom April 2026 als gut in die Microsoft-Umgebung eingebunden ein. Für die damals gezeigte Demo hielt er die verfügbaren Werkzeuge für zu begrenzt. Er riet dazu, Alternativen für die konkrete Aufgabe zu prüfen. Das ist seine damalige Produkteinschätzung und keine aktuelle Funktions- oder Datenschutzbewertung aller Copilot-Angebote.

Woran erkenne ich eine gute KI-Weiterbildung?

Die Agenda allein sagt wenig. Sprich vorher mit der Person, die dich ausbildet, und kläre, ob sie dir beibringt, was du in deiner Rolle brauchst. Geschäftsführer brauchen anderes Wissen als Mitarbeiter.

Wie schütze ich sensible Daten wie Bankkonten oder Buchhaltung?

Marco empfahl im Webinar, mit der KI zunächst öffentlich verfügbare Regeln zu recherchieren und einen Fragenkatalog für den eigenen Fall vorzubereiten. Sensible Daten sollten dabei nicht eingegeben werden. Eine solche Vorbereitung ersetzt keine fachliche Datenschutzprüfung und keine Freigabe für den Betrieb.

Wann lohnt sich ein bezahltes KI-Abo?

Je wichtiger die Aufgaben und je häufiger du KI nutzt, desto eher. Starte mit dem günstigsten Abo, meist um 20 Euro im Monat. Teurere Abos bringen oft keine zusätzlichen Funktionen, sondern nur mehr Nutzungskontingent.

Ist Microsoft Copilot ein Company GPT?

Teilweise. Copilot kann auf Dateien zugreifen. Ein Company GPT ist darauf gebaut, das Firmenwissen schneller und gezielter zu finden, zum Beispiel über bessere Suchverfahren.

Wie merkt sich Claude Code meinen Kontext?

Claude Code speichert Wissen und Kontext in Dateien auf deinem Rechner und liest sie bei Bedarf wieder ein. Abgerechnet werden kann über ein Abo statt nach Verbrauch. Bei intensiver Nutzung ist das deutlich günstiger.

Fakten zum Webinar

  • Veranstaltung: Webinarreihe „KI verstehen und nutzen“ der Bayerischen IHKs
  • Gastgeber: IHK für München und Oberbayern
  • Datum: 29. April 2026
  • Format: Online-Webinar, rund 70 Minuten mit Fragerunde
  • Titel: „Prompting in der Praxis: Von der Idee zum verlässlichen Ergebnis“
  • Referent: Marco Heer, Gründer und Geschäftsführer von SYNCLARO
  • Webinarreihe beim Veranstalter: bihk.de
  • Aufzeichnung: YouTube-Kanal „BIHK Filme“

Wie ein firmeneigener KI-Assistent aufgebaut ist, zeigt die Seite ChatGPT für Unternehmen. Was Claude Code ist und wie Betriebe es nutzen, steht unter Claude für Unternehmen. Weitere Auftritte findest du in der Übersicht aller Vorträge und Termine.

Häufige Fragen zum Webinar

Wer hat das IHK-Webinar „Prompting in der Praxis“ gehalten?

Marco Heer, Gründer und Geschäftsführer von SYNCLARO aus Neumarkt in der Oberpfalz. SYNCLARO bildet Unternehmer und Geschäftsführer in KI aus und begleitet Betriebe bei der Einführung.

Wie sieht ein guter Prompt aus?

Ein guter Prompt nennt zuerst die Rolle der KI, dann die Aufgabe und dann den Kontext. Als Faustregel empfiehlt Marco Heer, mindestens so viel Hintergrund mitzugeben, wie die Anweisung selbst lang ist.

Was ist der Unterschied zwischen Prompting und Context Engineering?

Prompting ist die einzelne Anweisung an die KI. Context Engineering sorgt dafür, dass die KI dauerhaft das nötige Wissen über dich, deinen Betrieb und deine Aufgabe hat. Nach Marco Heer ist der Prompt heute nur noch ein Teil des Kontexts.

Was ist ein Company GPT?

Ein KI-Assistent wie ChatGPT, der mit freigegebenem Wissen einer bestimmten Firma arbeitet. Datenschutz hängt von der konkreten Umsetzung, den Verträgen und den Zugriffsrechten ab. Mitarbeiter können ihm Fragen zu Aufträgen, Dokumenten oder Abläufen stellen.

Wo finde ich die Aufzeichnung?

Die vollständige Aufzeichnung steht oben auf dieser Seite und auf dem YouTube-Kanal „BIHK Filme“ der Bayerischen IHKs.

Google-Bewertungen

Was Unternehmer über die Ausbildung bei SYNCLARO schreiben.

  • „Marco hat mir das notwendige Basiswissen sehr verständlich, praxisnah und systematisch vermittelt. Davon profitiere ich bis heute […]“

    Marc Holzrichter

  • „Super geführtes Coaching von Marco, sehr praxisnah und deshalb auch für mich nachvollziehbar und anwendbar, obwohl ich kein IT-ler bin!“

    Olaf Richter

  • „Wir bauen heute eigene Anwendungen für unser Tagesgeschäft und lassen Abläufe automatisch laufen, die vorher reine Handarbeit waren. […] Marco liefert keine fertige Lösung ab, er macht einen selbst handlungsfähig.“

    Alexander Rotter

  • „Das Seminar mit Marco war für uns wirklich außergewöhnlich lehrreich und vor allem unglaublich praxisnah. […]“

    Janine Klein

5,0 von 5 bei 13 Google-Bewertungen ↗ · Bewertungsstand 30.10.2026. Auszüge wörtlich aus dem Google-Unternehmensprofil, gekürzt mit […].

Betriebe aus unserer Zusammenarbeit.

Eine Auswahl der Betriebe, mit denen wir arbeiten.

  • Sina Fersch Friseure
  • FK Krämer
  • Hölscher Bau
  • Merz Holzbau
  • Holzbau Ott
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  • Meisterlich bedacht · Medvejsek
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  • Thomas Peters Stiftung Sonnenseite
  • Modellbau König
  • SchmerzWerkstatt München
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