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Synclaro Praxis · Eigene Systeme

Datensicherung, die du im Ernstfall auch zurückspielen kannst.

Ein defekter Rechner, ein versehentlich gelöschter Ordner oder ein Verschlüsselungstrojaner: Ohne Datensicherung können Angebote, Pläne und Buchhaltung dann verloren sein. Eine Sicherung hilft aber nur, wenn sie sich auch zurückspielen lässt. Der IT-Grundschutz des BSI sieht deshalb vor, Datensicherungen regelmäßig zu testen. KI hilft dir beim Sicherungsplan, bei der Prüfliste und beim Auswerten von Sicherungsprotokollen. Die Verantwortung für die Sicherung bleibt im Betrieb.

Projekt 22IT & Sicherheit
Vier beleuchtete Würfel mit Symbolen für Personal, Einkauf, Auswertung und Dokumente sind über Leitungen mit einem zentralen Würfel mit Zahnrad verbunden
KI-generierte Illustration
Das kannst du aufbauen

Dein erster Ablauf legt fest, welche Daten wo liegen, wie oft sie gesichert werden und wo die Kopien aufbewahrt sind. Du hast eine Wiederherstellung einmal ausprobiert und weißt, wie lange sie dauert. Eine Person prüft regelmäßig, ob die Sicherungen gelaufen sind.

01 · Vorbereiten

Das brauchst du für den Start.

  • Eine Liste der Geräte und Dienste, auf denen Betriebsdaten liegen, zum Beispiel Rechner, Server, Netzlaufwerk und Cloud-Speicher.
  • Eine verantwortliche Person und eine Vertretung.
  • Ein Speichermedium für die Sicherung, das vom Original getrennt ist, zum Beispiel eine externe Festplatte.
  • Geklärte Aufbewahrungspflichten für steuerlich relevante Daten, zum Beispiel mit deiner Steuerberatung.

02 · Nachmachen

So baust du den Ablauf auf.

  1. Aufschreiben, wo eure Daten liegen

    Erfasse jeden Ort mit Betriebsdaten: Rechner, Server, Handys, Cloud-Dienste, Branchensoftware und E-Mail-Postfächer. Denk auch an Einstellungen von Geräten wie Router oder Telefonanlage. Die KI macht aus deinen Notizen eine Tabelle und fragt nach Lücken.

    Prüfpunkt: Jeder Ort mit Betriebsdaten steht in der Liste und hat eine zuständige Person.

  2. Festlegen, wie viel Verlust verkraftbar ist

    Frag dich für jede Datenart: Wie viel Arbeit darf höchstens verloren gehen, und wie lange darf es dauern, bis wieder gearbeitet werden kann? Daraus ergibt sich, wie oft gesichert wird. Die Buchhaltung braucht vielleicht eine tägliche Sicherung, ein Fotoarchiv eine wöchentliche.

    Prüfpunkt: Für jede Datenart steht fest, wie oft gesichert wird und wie schnell sie wieder da sein muss.

  3. Nach der 3-2-1-Regel sichern

    Das BSI empfiehlt die 3-2-1-Regel: drei aktuelle Versionen wichtiger Dateien auf zwei verschiedenen Medien, davon mindestens eine an einem anderen Ort. Gespiegelte Festplatten, etwa in einem Netzlaufwerk, sind keine Datensicherung, denn ein versehentliches Löschen oder Schadsoftware trifft beide Platten zugleich. Die Sicherung gehört auf ein eigenes Medium.

    Prüfpunkt: Es gibt drei Versionen auf zwei Medien, und eine Kopie liegt an einem anderen Ort.

  1. Die Sicherung schützen

    Auf der Sicherung liegen alle wichtigen Daten des Betriebs, sie braucht deshalb eigenen Schutz. Normale Benutzerkonten dürfen sie nicht überschreiben oder löschen können, und das Medium sollte nur während der Sicherung verbunden sein. Verschlüssele Kopien, die außer Haus liegen, und bewahre den Schlüssel getrennt auf. Bei einem Online-Speicher klärst du vertraglich, wo die Daten liegen und wie schnell du sie im Notfall zurückbekommst.

    Prüfpunkt: Normale Benutzerkonten können die Sicherung weder löschen noch überschreiben.

  2. Die Wiederherstellung testen

    Spiel regelmäßig eine Sicherung testweise zurück, zum Beispiel auf einen anderen Rechner oder in einen Testordner. Prüfe, ob die Dateien vollständig sind und sich öffnen lassen, und miss die Zeit. Schreib die Schritte so auf, dass auch die Vertretung sie findet, und leg die Anleitung zusätzlich auf Papier ab.

    Prüfpunkt: Eine Testwiederherstellung ist mit Datum, Dauer und Ergebnis dokumentiert.

  3. Protokolle mit KI auswerten

    Sicherungsprogramme schreiben Protokolle und Fehlermeldungen. Die KI fasst sie zusammen, markiert fehlgeschlagene oder fehlende Läufe und erklärt Meldungen in einfachen Worten. Entferne vorher Zugangsdaten und vertrauliche Dateinamen. Die KI löscht nichts, startet keine Wiederherstellung und ändert keine Einstellungen. Was zu tun ist, entscheidet die zuständige Person.

    Prüfpunkt: Die Protokolle sind regelmäßig geprüft, und jede Auffälligkeit ist bearbeitet.

Zum Ausprobieren

Dein Startauftrag für die KI.

Ersetze die Angaben in eckigen Klammern. Nutze zum Üben anonymisierte Beispieldaten in einem für deinen Betrieb freigegebenen Werkzeug.

Werte diese Sicherungsprotokolle aus: [Protokolle der letzten Tage, ohne Zugangsdaten und vertrauliche Dateinamen]. Vergleiche sie mit diesem Sicherungsplan: [welche Daten wann wohin gesichert werden sollen]. Erstelle eine Tabelle mit Datum, Sicherungsauftrag, Ergebnis und Meldung. Markiere fehlgeschlagene, fehlende und unvollständige Läufe. Erkläre jede Fehlermeldung in einfachen Worten und kennzeichne mögliche Ursachen als unbestätigt. Erfinde keine Angaben, die nicht im Protokoll stehen. Lösche nichts, starte keine Wiederherstellung und ändere keine Einstellungen.

Den Auftrag findest du auch im frei herunterladbaren Arbeitsblatt. Prüfe den Entwurf anhand der Schritte oben.

Aus der Praxis

So setzen wir das um.

Zwei Projekte aus unserer Ergebnisgalerie: eine Datensicherung mit Statusübersicht und eine Landkarte der Unternehmenssysteme.

Ergebnisgalerie · InfrastrukturAus unserer Arbeit

Datensicherung mit Statusübersicht

Sicherungen organisieren und erkennbar machen, ob sie erfolgreich gelaufen sind.

In der Ergebnisgalerie ansehen
Ergebnisgalerie · WissenslösungAus unserer Arbeit

Landkarte der Unternehmenssysteme

Software, Datenquellen und Verbindungen so dokumentieren, dass Abhängigkeiten verständlich werden.

In der Ergebnisgalerie ansehen

Die Galerie zeigt Systeme, Abläufe und Funktionen aus unserer Arbeit und Kundenprojekten. Ihre Bilder sind KI-generierte Illustrationen.

03 · Fiktives Arbeitsbeispiel

Dreißig Nächte Sicherungsprotokoll

Ein Elektrobetrieb mit neun Mitarbeitenden sichert seinen Server jede Nacht auf ein Netzlaufwerk im selben Raum. Ob sich die Sicherung zurückspielen lässt, hat bisher niemand geprüft.

Das gibst du hinein

Die Sicherungsprotokolle der letzten 30 Nächte ohne Zugangsdaten, die Liste der Datenorte und die Frage, was bei einem Brand im Serverraum übrig bliebe.

So soll das Ergebnis aussehen

Eine Übersicht: 27 Läufe erfolgreich, zwei mit Warnungen zu gesperrten Dateien, einer fehlt ganz. Die Liste zeigt außerdem, dass es keine Kopie an einem anderen Ort gibt und die E-Mail-Postfächer nicht gesichert werden. Beides steht als offener Punkt für den Inhaber.

Darauf kommt es an: Die KI findet Lücken in Protokollen und Listen schnell. Ob die Sicherung trägt, zeigt erst die Testwiederherstellung, und die macht ein Mensch.

Diese Stolperstellen kannst du früh erkennen.

Sichern, ohne je zurückzuspielen

Eine Sicherung, die nie getestet wurde, ist eine Hoffnung. Erst die Testwiederherstellung zeigt, ob die Daten vollständig sind und wie lange es dauert.

Die Sicherung hängt ständig am Netz

Ist das Sicherungsmedium dauerhaft verbunden, kann Schadsoftware es mitverschlüsseln. Trenne es nach der Sicherung oder nutze ein Verfahren, bei dem Sicherungen nicht überschrieben werden können.

Alles hängt an einer Person

Weiß nur eine Person, wie die Wiederherstellung geht, steht der Betrieb bei Urlaub oder Krankheit still. Schreib die Schritte auf und übe sie auch mit der Vertretung.

04 · Prüfen

Bereit für den nächsten Schritt?

Hake ab, was du tatsächlich geprüft hast. Offene Punkte werden zu deinen nächsten Aufgaben.

Die gesamte Anleitung als Arbeitsblatt mitnehmen

Weiterdenken mit Synclaro

Erst verstehen.
Dann selbst ausprobieren.

Das YouTube-Video erklärt die Grundlagen von KI-Agenten. Die kurzen Einblicke von unserem TikTok-Kanal ergänzen das Thema. Nutze die Anleitung oben, um daraus deinen eigenen begrenzten Versuch zu planen.

KI-Agenten 2026: Was sie wirklich können und wie du startest · 11 Minuten · auf YouTube ansehen ↗
Mit dem Abspielen stimmst du zu, dass YouTube (Google) den Player lädt und Daten wie deine IP-Adresse verarbeitet. Dabei können Cookies eingesetzt und Daten in die USA übertragen werden. Datenschutzhinweise

Gut zu wissen

Deine Fragen.
Klare Antworten.

Was ist die 3-2-1-Regel bei der Datensicherung?

Du hältst drei aktuelle Versionen wichtiger Dateien vor, auf zwei verschiedenen Medien, und mindestens eine davon an einem anderen Ort. So empfiehlt es das BSI. Damit bist du gegen den Ausfall eines Geräts, Fehler auf einem Medium und Schäden am Standort wie Brand oder Einbruch besser aufgestellt.

Reicht eine externe Festplatte oder ein Cloud-Speicher?

Eine externe Festplatte, die nach der Sicherung abgezogen und getrennt vom Rechner aufbewahrt wird, ist ein guter Anfang. Allein erfüllt sie die 3-2-1-Regel aber nicht. Ein Cloud-Speicher, der Dateien nur abgleicht, kann auch Löschungen und verschlüsselte Dateien übernehmen. Prüfe, ob dein Dienst ältere Versionen aufbewahrt, und kombiniere ein lokales Medium mit einer Kopie an einem anderen Ort.

Was gilt für steuerlich relevante Daten?

Eine Datensicherung ist kein Archiv. Sie soll den Betrieb nach einem Datenverlust wieder arbeitsfähig machen. Für steuerlich relevante Unterlagen gelten eigene Aufbewahrungspflichten. Werden sie elektronisch aufbewahrt, müssen sie nach § 147 der Abgabenordnung während der Aufbewahrungsfrist unter anderem jederzeit verfügbar sein und lesbar gemacht werden können. Kläre mit deiner Steuerberatung, welche Daten wie lange und in welcher Form aufbewahrt werden müssen. Diese Anleitung ersetzt keine steuerliche Beratung.

Wie kann der KI-Kickstart dabei helfen?

Du lernst, KI an deinen eigenen Aufgaben einzusetzen, zum Beispiel um einen Sicherungsplan vorzubereiten oder Protokolle auszuwerten. Die Einrichtung deiner Datensicherung oder eine laufende IT-Betreuung ist damit nicht automatisch verbunden. Den Umfang klären wir vorab.

Dein Weg zum eigenen Ablauf

Wie fängst du an?

Welcher Einstieg passt zu dir?
Die Pläne auf einen Blick:
Passt zu dir
KI-Kickstart
Für Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitenden: acht Live-Einheiten in den ersten zwei Monaten, danach drei Monate Community. Du arbeitest an deinen eigenen Aufgaben, zum Beispiel an dem Ablauf auf dieser Seite.
KI-Kickstart kennenlernen
Passt zu dir
Individuelle KI-Begleitung
Ab 20 Mitarbeitenden: eins zu eins mit Gründer Marco Heer. Zuerst verstehst du die Technik und triffst deine Entscheidungen, danach setzt ihr passende Vorhaben gemeinsam im Betrieb um.
Individuelle KI-Begleitung ansehen
Passt zu dir
Done for you
Synclaro plant und entwickelt die vereinbarte Anwendung für deinen Betrieb. Umfang, Zusammenarbeit, Zeitplan und Kosten klären wir vor dem Start. Du bringst dein Fachwissen ein und gibst frei.
Done for you ansehen

Dein Betrieb. Dein nächster Schritt.

Was möchtest du mit KI
leichter machen?

Wenn du deine Datensicherung ordnen möchtest, stelle uns eine Anfrage. Mit einer Liste deiner Datenorte und deinem heutigen Sicherungsweg klären wir, welcher erste Schritt sinnvoll ist.

Du möchtest die Entwicklung abgeben? Wir klären mit dir auch eine beauftragte Umsetzung mit vereinbartem Umfang.